Verbraucherpolitik muss transparent sein

Verbraucherpolitik in Deutschland orientiert sich bisher am Menschenbild unseres Grundgesetzes: Der Mensch als mündiger Bürger, der Entscheidungen für sich selbst trifft. Entsprechend ist der „mündige Verbraucher“ auch das Leitbild der bisherigen Verbraucherpolitik.

Doch dieses Leitbild verändert sich. Immer häufiger werden Bürger als unselbstständig und überforderte Verbraucher beschrieben, die „unvernünftige“ Entscheidungen treffen. Verbraucherpolitik setzt deshalb nicht mehr nur auf Bildung, Information und Aufklärung sondern auch auf direkte Verhaltenslenkung. Dieser Paradigmenwechsel in der Verbraucherpolitik definiert das Verhältnis von Staat und Bürger neu.

Diese neue, lenkende Verbraucherpolitik wird oft als „Nudging“ (Deutsch: Anstoß) bezeichnet. Dabei werden irrationale Aspekte der menschliche Entscheidungsfindung genutzt, um Verbraucherverhalten zu beeinflussen: Zum Beispiel durch Vorschriften über die Verpackungsgestaltung oder Produktpräsentation in Handel und Gastronomie.

Die Initiative für transparenten Verbraucherschutz tritt dieser Entwicklung entgegen. Sie wirbt für eine Verbraucherpolitik, die den mündigen Bürger ernst nimmt und ihm selbstständige Entscheidungen zutraut.
Und sie kämpft gegen den Einsatz manipulativer Nudging-Methoden und Verbraucherlenkung durch den Staat.“ ersetzen durch „Und sie fördert die kritische Debatte über Leitbild und Methoden der Verbraucherpolitik in Deutschland.

„Gesetze sollen gewiss effektiv sein, sonst kann man sie sich sparen. Aber Lockung, Verführung und unbemerktes Einwirken auf die Psyche ist etwas für Werbeagenturen, nichts für den Rechtsstaat.“

Prof. Dr. Udo Di FabioJurist

„Bei der Suche nach dem persönlichen Lebensglück ist dieses Nudging , also das Stupsen in eine Richtung, eine besonders unglückselige Form der Gängelei.“ 

Thomas SigmundJournalist

Nudging macht Menschen nicht kompetent.“

PROF. DR. GERD GIGERENZERPsychologe
„Ich habe mit dem Konzept dieses Schubsens an sich ein Problem, wenn es so weit geht, dass es die Tatsache ausnutzt, dass Menschen irrational zu handeln pflegen.“
DR. KAREN HORNÖkonomin
„Der Staat darf und sollte seinen Bürgern nicht die Entscheidung abnehmen, was gut und was schlecht für sie ist. 
STEPHAN NIEßNERManager
„Der sanfte Paternalismus funktioniert vor allem dann gut, wenn die Begleitumstände intransparent sind.“
PROF. DR. JAN SCHELLENBACHÖkonom
„Ein Anstupser kann niemals eine Debatte ersetzen.“ 
DR. ADRIEN BARTONPhilosoph

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Behavioural Finance ist jener Teil der Wirtschaftswissenschaften der an den Grundlagen der ökonomischen Modelle sägt. Die Disziplin zweifelt an, dass die Menschen rational entscheiden können, in welcher Reihenfolge sie ihre Bedu?rfnisse befriedigen. „Eine Erkenntnis des Fachs ist, dass Investoren nicht gerne Verluste realisieren, sondern viel zu lange auf eine Erholung hoffen. Anleger bildeten sich u?berdies […]

Psychologie Heute – „Ich weiss, was gut fu?r dich ist!“

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